Stadt Land Klassik https://stadtlandklassik.de Fri, 17 Apr 2026 09:13:28 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://stadtlandklassik.de/wp-content/uploads/2021/03/favicon-96x96-1.png Stadt Land Klassik https://stadtlandklassik.de 32 32 Programmheft April 2026 https://stadtlandklassik.de/programmheft-april-2026/ Thu, 16 Apr 2026 07:00:24 +0000 https://stadtlandklassik.de/?p=2530

Programmheft April 2026

Programmtext

Die Neue Philharmonie lädt zu einem Konzertabend ein, der Natur, Erzählkraft und Virtuosität vereint. Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 6 „Pastorale“ entfaltet eindrucksvolle Klangbilder von Landschaft, Ruhe und Bewegung. 

Dem gegenüber steht das Bratschenkonzert von Lutz Schumacher: ein dreisätziges Werk für Viola und Orchester a-Moll, das als Hommage an „schöne, alte Dinge“ barocke und kirchenmusikalische Anklänge mit einer opulenten, emotionalen Klangsprache verbindet und der oft unterschätzten Bratsche Raum für große Ausdruckskraft zwischen Träumen, Weinen und Lachen gibt – interpretiert von der jungen spanischen Bratschistin Luz Elisabeth Sanchez. 

Abgerundet wird das Programm durch Gioachino Rossinis mitreißende Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“, die Spannung und dramatische Energie versprüht.

Lutz Schumacher führt moderierend durch den Abend und gestaltet ihn gemeinsam mit Andreas Schulz auch als Dirigent.

Vorwort

Liebe Konzertbesucherin, lieber Konzertbesucher,

ich freue mich sehr, Sie erneut bei unserer Frühlingskonzertreihe „Stadt.Land.Klassik!“ willkommen zu heißen!
Wenn die Natur zu neuem Leben erwacht, zieht es auch uns hinaus ins Freie: Das Auge sucht das sanfte Grün der Landschaft, das Ohr lauscht dem Vogelgezwitscher. In Ludwig van Beethovens 6. Sinfonie verwandelt sich diese Sehnsucht zur Musik und wir erleben diese feinsinnige Klangmalerei heute gemeinsam mit Ihnen und dem Orchester der Neuen Philharmonie MV.

Ein Highlight des Abends ist die Uraufführung von Lutz Schumachers Bratschenkonzert. Die spanische Solistin Luz Elisabeth Sanchez präsentiert dabei die unterschätzte Viola mit emotionaler Tiefe und virtuoser Ausdruckskraft. Auch Rossinis Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“ trägt mit ihrer atmosphärischen Dichte und dem berühmten Finale zur heutigen Aufbruchstimmung bei, denn kaum ein anderes Werk verbindet lyrische Naturstimmung und dramatische Energie so eindrucksvoll.

Mein besonderer Dank gilt dem Land Mecklenburg-Vorpom-
mern, dem Vorpommern-Fonds, Stefan Schröder, Notus Energy und der Nordkurier Mediengruppe für die freundliche Unterstützung – und Ihnen, unserem treuen Publikum, für Ihr Kommen, Ihre Neugier und Ihre Offenheit für neue musikalische Welten.

Ihr

Andreas Schulz

Künstlerischer Leiter der Neuen Philharmonie MV

Programm

 
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 („Pastorale“)
I. Allegro ma non troppo
II. Andante molto moto
III. Allegro
IV. Allegro
V. Allegretto
 
– Pause –
 
Lutz Schumacher (geb. 1968)
Konzert für Viola und Orchester a-Moll, op. 3
I. Allegro
II. Andante
III. Rondo Vivace
 
Gioachino Rossini (1792-1868)
„Wilhelm Tell“-Ouvertüre
 
 
Orchester:
Neue Philharmonie MV
 
Moderation:
Lutz Schumacher
 
Dirigenten:
Andreas Schulz, Lutz Schumacher

Lutz Schumacher

Lutz Schumacher (geb. 1968) ist ein Multitalent im originären Sinn. Neben seiner Karriere im Medienbereich als CEO der SV-Gruppe und Geschäftsführer von Schwäbisch Media ist er Autor erfolgreicher Bücher, die es bis in die Spiegel-Bestsellerlisten schafften.

Seine Leidenschaft für die Klassik begleitet ihn schon seit der Schulzeit, als er seine ersten Stücke schrieb. Seit 2016 nimmt er professionellen Dirigierunterricht und hat seither weit über 60 Sinfoniekonzerte selbst geleitet. In den Konzertreihen von „Stadt.Land.Klassik!“ ist er zudem regelmäßig als Moderator im Einsatz, wobei er dem Publikum mit pointierten Einführungen und kurzweiligen Anekdoten den historischen Kontext der Werke näherbringt.

Lutz Schumachers musikalisches Wirken ist geprägt von einer engen Verbindung zur Neuen Philharmonie und neuen Ansätzen in der Vermittlung. Im November 2024 feierte seine Sinfonie Nr. 1, C-Dur, op. 2 ihre erfolgreiche Uraufführung durch die Neue Philharmonie. Das Werk ist eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit seiner Kindheit und seiner Großmutter, die seine Liebe zur Musik früh weckte.

Im heutigen Programm ist nun sein neuestes Werk zu erleben: die Sinfonie für Bratsche. Mit kreativen Projekten, wie etwa einer eigenen Textfassung von Prokofjews „Peter und der Wolf“ für Erwachsene, zeigt er immer wieder, wie man klassische Musik ohne Berührungsängste und mit viel Humor für ein breites Publikum öffnen kann.

Luz Elisabeth Sanchez

Die 2001 in Málaga geborene Bratschistin Luz Elisabeth Sánchez zählt zu den aufregendsten Talenten ihrer Generation. Ihr Weg führte sie nach einem Jungstudium in Dresden über Weimar an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, wo sie derzeit bei Prof. Walter Küssner studiert. Als Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter der Virtuoso & Belcanto Competition und Jugend musiziert, hat sie sich bereits früh einen Namen in der internationalen Musikszene gemacht.

Ihre Konzerttätigkeit als Solistin und leidenschaftliche Kammermusikerin führte sie auf renommierte Bühnen wie die Berliner Philharmonie, die Elbphilharmonie Hamburg und das Concertgebouw Amsterdam sowie zu bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen und dem Beethovenfest Bonn. Wertvolle Orchestererfahrung sammelte sie unter anderem im Gustav Mahler Jugendorchester und der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Dirigenten wie Sir Simon Rattle und Christian Thielemann. Luz Elisabeth Sánchez ist Stipendiatin namhafter Stiftungen und spielt auf einer Bratsche von Patrick Robin (Paris, 2020).

LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770-1827):

SINFONIE NR. 6 F-DUR OP. 68 („PASTORALE“)

„Mein Dekret: nur im Lande bleiben. Wie leicht ist in jedem Flecken dieses erfüllt! Mein unglückseliges Gehör plagt mich hier nicht. Ist es doch, als ob jeder Baum zu mir spräche auf dem Lande: heilig, heilig! Im Walde Entzücken! Wer kann alles ausdrücken? Schlägt alles fehl, so bleibt das Land selbst im Winter wie Gaden, untere Brühl usw. Leicht bei einem Bauern eine Wohnung gemietet, um die Zeit gewiß wohlfeil. Süße Stille des Waldes! Der Wind, der beim zweiten schönen Tag schon eintritt, kann mich nicht in Wien halten, da er mein Feind ist.“
– Ludwig van Beethoven: Skizzenblatt 1815

„Mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei“

Mit der 6. Sinfonie entführt uns Ludwig van Beethoven mitten in die Idylle des Landlebens. Doch was wir hören, ist weit mehr als das bloße Zwitschern der Vögel oder das Rauschen eines Baches. Beethoven selbst gab uns eine wichtige Lesehilfe mit auf den Weg: Die Musik sei „mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei“.

Der Weg durch das Landleben (Die Sätze)
1. Satz: Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande
2. Satz: Szene am Bach
3. Satz: Lustiges Zusammensein der Landleute
4. Satz: Gewitter, Sturm
5. Satz: Hirtengesang. Frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm

Ein Dialog zwischen Natur und Seele

Innerhalb von Beethovens Schaffen nimmt die „Pastorale“ eine Sonderstellung ein. Während seine anderen Sinfonien meist viersätzig und von heroischem Ringen geprägt sind, ist dieses Werk fünfsätzig angelegt und atmet eine tiefe, fast meditative Ruhe.

Ist es also Programmmusik? Die Antwort lautet: Sowohl als auch. Einerseits nutzt Beethoven eine ausgefeilte Klangmalerei, die es dem Zuhörer leicht macht, die Szenen vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Andererseits ist das Werk ein tief persönliches Porträt. In der Heiterkeit der Natur fand Beethoven einen Rückzugsort vor den Belastungen seines Alltags und seiner fortschreitenden Ertaubung. Die Musik spiegelt seine innere Harmonie und ein beinahe sommerliches Lebensgefühl wider.

Die „Schwestersinfonien“: Licht und Schatten

Interessanterweise entstanden die 5. Sinfonie (die berühmte „Schicksalssinfonie“) und die 6. Sinfonie im gleichen Zeitraum und erlebten am 22. Dezember 1808 in Wien ihre gemeinsame Uraufführung. Sie bilden ein komplementäres Paar: Wo die Fünfte mit dramatischer Wucht und existenzieller Verdichtung kämpft, entfaltet die Sechste eine weite, naturverbundene Gelassenheit – fast so, als stünden sich eine rastlose Stadtsinfonie und eine friedvolle Landsinfonie gegenüber.

Lutz Schumacher (geb. 1968):

Konzert für Viola und Orchester a-Moll, op. 3

Das dreisätzige Konzert für Viola und Orchester a-Moll ist eine Hommage an alte Zeiten, referenziert teilweise auf kirchenmusikalische oder barocke Elemente, entwickelt aber auch die opulente, filmmusikalische Klangsprache des Erstlingswerk, der Sinfonie von Lutz Schumacher, weiter und setzt erneut auf Humor, Emotion und Tonalität.

Der Komponist sagt über das Werk: „Es ist ein Stück über schöne, alte Dinge. Es setzt der momentanen Verunsicherung und Veränderung ein positives Bild entgegen und lädt zum Träumen, Weinen und Lachen ein. Im Mittelpunkt steht die Bratsche, ein völlig zu Unrecht leider häufig unterschätztes Instrument, das über eine enorme Bandbreite und Ausdruckskraft verfügt. Ich bin unglaublich gespannt, wie es live wirken wird.“

Gioachino Rossini (1792-1868):

Ouvertüre zur Oper „Guillaume Tell“ (Wilhelm Tell)

Vom Alpenfrieden zum Freiheitssturm

Mit der Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“ begegnen wir einem der berühmtesten Werke der Musikgeschichte. Uraufführt im Jahr 1829 in Paris, markiert diese Ouvertüre nicht nur einen Teil der Grand Opéra und einen künstlerischen Gipfelpunkt, sondern auch Rossinis endgültigen Abschied von der Opernbühne. Während die gesamte Oper heute seltener in voller Länge aufgeführt wird, hat ihre Ouvertüre ein Eigenleben als eigenständige sinfonische Erzählung entwickelt.

Eine Parallele zu Beethoven

Obwohl zwischen Beethovens „Pastorale“ und Rossinis „Tell“ etwa zwei Jahrzehnte liegen, verbindet beide Werke ein gemeinsamer Geist: die programmatische Naturdarstellung. Doch während Beethoven die Natur als Spiegel der Seele betrachtet, nutzt Rossini sie als dramatische Kulisse für den Schweizer Freiheitskampf gegen die Habsburger. Wilhelm Tell wird hier zur musikalischen Symbolfigur für Unabhängigkeit und Widerstand.

Die vier Bilder der Ouvertüre
Rossini hat die Ouvertüre in vier charakterstarke Abschnitte unterteilt, die ohne Pause ineinander übergehen:

1. Die Idylle vor dem Sturm:
Der Beginn ist von ungewöhnlicher Intimität. Ein lyrisches Cello-Solo, begleitet von einer Gruppe weiterer Celli, besingt die ungetrübte Naturidylle der Alpen. Es ist fast kammermusikalische Musik, in der nur ein fernes Rollen der Pauken im Hintergrund an die drohende Gefahr erinnert.

2. Der entfesselte Sturm:
Die Ruhe wird jäh unterbrochen. Mit raschen Streicherfiguren, dramatischen Tremoli und pochenden Pauken entfacht Rossini ein klangmalerisches Gewitter. Dieser Sturm ist jedoch mehr als nur Wetter, er steht symbolisch für die Schicksalsschläge und den herannahenden Kampf des Schweizer Volkes.

3. Der Ruf der Berge:
Nach dem Gewitter kehrt die pastorale Stimmung zurück. Ein Duett von Englischhorn und Flöte erinnert an ein „Alphorn-Motiv“. Man sieht förmlich zwei Hirten vor sich, die sich in der wiederhergestellten Alpenidylle ihre Liebe versichern – ein Moment des tiefen Durchatmens.

4. Der Galopp in die Freiheit:
Das Finale gehört zu den mitreißendsten Momenten der Klassik. Eine Fanfare kündigt den berühmten Galopp-Rhythmus an. Diese extrem energiegeladene Musik ist der Inbegriff von Aufbruch, Siegesstimmung und dem triumphalen Freiheitskampf, der Wilhelm Tells Geschichte bis heute so unvergesslich macht.

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Programmheft November 2025 https://stadtlandklassik.de/programmheft-november-2025/ Wed, 29 Oct 2025 15:21:43 +0000 https://stadtlandklassik.de/?p=2416

Programmheft November 2025

Programmtext

Viele der inspirierenden Filmmusiken entstanden für Geschichten, bei denen sich die Menschen auf den Weg in die unendlichen Weiten des Weltalls begeben oder Besuch von dort auf unserer Erde bekamen.

Oft ist es so, dass die zu den Filmen komponierte Musik in ihrer ganzen Schönheit nur bedingt zur Geltung kommt, wenn sie als Hintergrund zu den beeindruckenden Bildern auf der Kinoleinwand erklingt. Nicht selten wird sie dabei noch überlagert von Geräuschen, die die Szene begleiten. Da ist es eine großartige Gelegenheit, diesen Meisterwerken in einem Live-Konzert einmal die ungeteilte Aufmerksamkeit der Ohren zu schenken und so in den Genuss der Melodien, Rhythmen und Harmonien zu kommen, die allzu oft hinter Motorenlärm und Schlachtengedonner zu verschwinden drohen.

Das Programm enthält eine Vielzahl an musikalischen Momenten aus berühmten Filmen. Alle haben gemeinsam, dass sie in fernen Galaxien spielen. Von Yoda’s Theme bis zum Imperial March, der Musik von Prinzessin Lea und Han Solo, aber auch Klängen aus Star Trek, Star Gate oder E.T.: Folgen Sie uns in diesem wahrhaft fantastischen Konzert in der Reihe „Stadt. Land. Klassik!“ auf der Reise ins All.

Vorwort

Liebe Konzertbesucherin, lieber Konzertbesucher,

herzlich willkommen zu unserem besonderen Filmmusik-Programm „Auf ins All!“ – eine Reise durch Klangwelten, die viele von uns aus dem Kino oder Fernsehen kennen.

Diese eindrucksvollen Werke wurden für Filme komponiert, in denen sich die Menschheit hinaus in die unendlichen Weiten des Weltalls wagt – mit all ihren Hoffnungen, Ängsten, Träumen und Visionen. In der November-Konzertreihe „Stadt.Land.Klassik!“ nehmen wir Sie mit auf diese musikalische Reise durch die Soundtracks aus Star Wars, Star Trek und Stargate – gespielt vom Orchester der Neuen Philharmonie.

Auch wenn die Bilder auf der Leinwand bewegend sind – die Musik allein vermag es oft, Geschichten zu erzählen, Erinnerungen zu wecken und große Gefühle zu transportieren. Vielleicht entdecken Sie heute Klänge wieder, die Sie ein Leben lang begleitet haben.

Wir danken dem Land Mecklenburg-Vorpommern, dem Vorpommern-Fonds und Notus Energie für die freundliche Unterstützung – und Ihnen, unserem treuen Publikum, für Ihr Kommen, Ihre Neugier und Ihre Offenheit für neue musikalische Welten!

Ihr

Andreas Schulz

Künstlerischer Leiter der Neuen Philharmonie MV

Programm

1. Teil

Michael Giacchino:
„The Imperial Suite“
STAR WARS Rogue One

Jerry Goldsmith:
„Main Theme“
STAR TREK First Contact

Jay Chattaway:
„The Inner Light“
STAR TREK The Next Generation

John Williams:
„Flying Scene“
E.T der Außerirdische

David Arnold:
„Suite“
STAR GATE The Motion Picture

John Williams:
„The Flag Parade“
STAR WARS Episode I

Jerry Goldsmith:
„Main Theme“
STAR TREK The Motion picture

Orchester: Neue Philharmonie MV

Moderator: Lutz Schumacher

Dirigent: Andreas Schulz

 2. Teil

A Tribute to John Williams

„Across the Stars“
STAR WARS Episode II

„The Imperial March“
STAR WARS Episode V

„Yoda’s Theme“
STAR WARS Epoisode V

„Parade of the Ewoks“
STAR WARS Episode VI

„Han Solo & the Princess“
STAR WARS Episode V

„Throne Room and Finale“
STAR WARS Episode VI

Auf ins All – mit der Neuen Philharmonie in die endlose Weite des Universums…

Michael Giacchino (geb. 1967)
The Imperial Suite aus Rogue One: A Star Wars Story
Mit Rogue One schrieb Michael Giacchino 2016 erstmals Musik für das „Star Wars“-Universum – nur wenige Wochen hatte er hierfür Zeit. Das Ergebnis: eine Partitur voller Referenzen an John Williams’ Originalthemen, aber auch mit eigenem Charakter. Die kurze „Imperial Suite“ ist eine Hommage an das Böse im Kosmos: majestätisch, drohend, aber auch verführerisch glänzend. Die zwei Seiten der „Macht“.

Jerry Goldsmith (1929–2004)
Main Theme aus Star Trek: First Contact
Jerry Goldsmith war neben John Williams einer der prägendsten Filmkomponisten des 20. Jahrhunderts. Für First Contact (1996), den achten Kinofilm der Star-Trek Reihe, schrieb er ein Thema, das zwischen Abenteuerlust und lyrischem Schwung balanciert. Damit traf er perfekt den Charakter des Films, im welchem Captain Picard und seine Crew gegen die Maschinen-Menschen „Borg“ kämpfen. Goldsmiths Musik prägte wie kaum eine andere das Klangbild von Star Trek.

Jay Chattaway (geb. 1946)
The Inner Light aus Star Trek: The Next Generation
Die Episode „The Inner Light“ zählt zu den beliebtesten der gesamten Serie. Die zarte, folkloristisch anmutende Melodie erzählt von Erinnerung, Verlust und Hoffnung und zeigt die weiche Seite der beliebten Figur des Captain Picards. Chattaway schuf damit eine der berührendsten musikalischen Miniaturen im Star Trek-Kosmos.

John Williams (geb. 1932)
Flying Scene aus E.T. – Der Außerirdische
Wer kennt sie nicht: die Szene, in der Elliott mit E.T. auf dem Fahrrad durch den Nachthimmel fliegt? Williams’ Musik verstärkt diesen Moment der Schwerelosigkeit zu einer der magischsten Filmszenen der Kinogeschichte.

David Arnold (geb. 1962)
Suite aus Stargate (1994)
Mit Stargate begann David Arnolds internationale Karriere. Seine monumentale Musik verbindet archaische Klänge mit modernem Orchesterbombast – eine Mischung, die perfekt zur Verbindung von Science-Fiction und ägyptischer Mythologie passt. Die Motive wurden auch in die spätere „Star Gate“-Serie übernommen.

John Williams
The Flag Parade aus Star Wars Episode I – The Phantom Menace
Eine bunte Parade auf dem Planeten Naboo vor Beginn des berühmten Wagenrennens – Williams komponierte dazu eine Musik, die Festlichkeit und kindliche Freude verbindet.

Jerry Goldsmith
Main Theme aus Star Trek: The Motion Picture (1979)
Ein weiteres Schlüsselwerk Goldsmiths: das majestätische Thema zum ersten Kinofilm von Star Trek. Die Musik verbindet Ehrfurcht vor dem Weltraum mit dem Pathos der großen Leinwand. Wie kein anderes Thema steht diese Musik für das gesamte Star Trek Universum. Die bei Fans außerordentlich beliebte Serie „The Next Generation“ griff das Thema auf.

A Tribute to John Williams

Across the Stars (Episode II),
The Imperial March (Episode V),
Yoda’s Theme (Episode V),
Parade of the Ewoks (Episode VI),
Han Solo & the Princess (Episode V),
Throne Room and Finale (Episode VI)

John Williams’ Oscar-gekrönter Musik für die „Star Wars“-Saga ist längst selbst Filmgeschichte. Sie verbindet sinfonische Tradition im Geiste Richard Wagners mit markanten Leitmotiven für Figuren, Orte und Ideen. Von der zarten Liebesmelodie („Across the Stars“) über den martialische „Imperial March“ bis zum triumphalen „Throne Room“ spannt Williams einen musikalischen Kosmos, der Generationen geprägt hat. Inzwischen haben auch die besten Orchester der Welt wie z.B. die Berliner oder die Wiener Philharmoniker Einspielungen der Star-Wars-Musik herausgebracht und damit die ungewöhnlich hohe Qualität dieser Musik bestätigt. 

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Programmheft September 2025 https://stadtlandklassik.de/programmheft-september-2025/ Mon, 06 Oct 2025 11:34:01 +0000 https://stadtlandklassik.de/?p=2113

Programmheft September 2025

Programmtext

Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom unerschrockenen Peter und seiner Heldentat, den Wolf zu fangen und ihn am Ende gemeinsam mit den Jägern und dem kleinen Vogel zum Zoo zu bringen! 
Die Musik von Sergej Prokofiew ist zeitlos, und zählt altersunabhängig zu den Favoriten klassischer Werke. Lutz Schumacher, CEO von Schwäbisch Media und gleichzeitig Spiegel-Bestseller-Autor (u. a. „Senk ju vor träwelling – Wie Sie mit der Bahn fahren und trotzdem ankommen“) hat sich die Geschichte vorgenommen und ihr Aspekte entlockt, die über die Welt eines Kinderkonzertes hinausgehen. Lassen Sie sich überraschen – es wird definitiv heiter. 
Die „Klassische Symphonie“ von Prokofiew ist ein Jugendwerk des Meisters, in dem er die typischen Aspekte klassischer Musik in ein geistreich sprudelndes Orchesterwerk komprimiert hat und Mozarts Haffner-Sinfonie zeigt in ihrer ausgelassenen und kraftvollen Strahlkraft die ganze Genialität des ebenfalls noch jungen Meisters. 
Erleben Sie einen klassischen Abend voller Guter Laune, Musik und Geschichten.

Vorwort

Liebe Konzertbesucherin, lieber Konzertbesucher,

herzlich willkommen zu unseren September-Konzerten im Rahmen der bewährten Reihe „Stadt.Land.Klassik!“. Wir freuen uns sehr, erneut in Anklam, Malchow, Teterow und Pasewalk für Sie musizieren zu dürfen.

Diesmal möchten wir das Ausrufezeichen in „Klassik!“ wörtlich nehmen – und präsentieren Ihnen echte Klassiker der Musikliteratur: die mitreißende 35. „Haffner“-Sinfonie des erst 26-jährigen Mozart sowie die 1. Sinfonie von Sergej Prokofjew, ebenfalls im Alter von 26 Jahren vollendet. In seinem Werk parodiert Prokofjew liebevoll den Stil seiner großen Vorbilder aus der Zeit Joseph Haydns.

Als drittes Werk erwartet Sie die musikalische Erzählung „Peter und der Wolf“ – eines der meistgespielten Werke der klassischen Musik weltweit. Unser Moderator Lutz Schumacher begleitet Sie mit einem eigens von ihm verfassten Text durch den Handlungsverlauf und macht anschaulich erlebbar, was Musik alles erzählen kann.

„Stadt.Land.Klassik!“ wird ermöglicht durch die Unterstützung vieler engagierter Partner. Besonders danken wir dem Land Mecklenburg-Vorpommern für die erneute Förderung sowie den Fonds für Vorpommern und das östliche Mecklenburg und Notus Energy für ihre wertvolle Unterstützung.

Und Ihnen, liebe Klassikfreundinnen und -freunde, gilt unser besonderer Dank – für Ihre Treue und für das, was uns heute hier verbindet: die gemeinsame Begeisterung für klassische Musik.

Ihr

Andreas Schulz

Künstlerischer Leiter der Neuen Philharmonie MV

Programm

Sergej Prokofjew

Sinfonie Nr. 1 in D-Dur op. 25, die „Klassische“

  1. Allegro
  2. Larghetto
  3. Gavotta: Non troppo allegro
  4. Finale: Molto vivace

 

Sergej Prokofjew

„Peter und der Wolf“ in einer Version der Geschichte von Lutz Schumacher

– Pause –

 

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie Nr. 35 D-Dur, KV 385 „Haffner-Sinfonie“

  1. Allegro con spirito
  2. Andante
  3. Manuetto
  4. Presto


Orchester
: Neue Philharmonie MV

Erzähler: Lutz Schumacher

Dirigent: Andreas Schulz

Sergej Prokofjew:
Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 – „Klassische“

Ein Geniestreich mit Augenzwinkern

Russland, Frühjahr 1918: Revolution, auf den Straßen herrschen Chaos, Hunger und Unsicherheit. Und mitten in diesem Tumult bringt ein junger Komponist namens Sergej Prokofjew in St. Petersburg ein Werk zur Uraufführung, das klingt, als hätte es ein wiedergeborener Joseph Haydn geschrieben.

Prokofjew, der bis dahin eher als musikalischer Wildfang mit schrägen Tönen bekannt war, überraschte sein Publikum nun mit Witz, Charme und durchaus angenehmen Klängen. Das neue Werk nannte er „Klassische Sinfonie“, weil er sich einen Spaß erlaubt hatte: Er wollte wissen, wie ein Komponist des 18. Jahrhunderts wohl komponieren würde, hätte er die Werkzeuge und Freiheiten des 20. Jahrhunderts zur Verfügung. Das Ergebnis: eine kurze Sinfonie in vier Sätzen, ganz im Stil der Wiener Klassik – aber mit frechen Wendungen, harmonischen Seitenhieben und einem Rhythmus, der Haydn vermutlich ein leichtes Stirnrunzeln, aber auch ein amüsiertes Lächeln entlockt hätte.

Dass Prokofjew mit diesem Werk so etwas wie einen Hit landete, war ihm fast schon unheimlich. Er liebte seine „Klassische“, zitierte sie sogar in anderen seiner Werke, aber er wollte sich dennoch nicht darauf festlegen lassen. Um gleich wieder etwas „Wuchtigeres“ nachzuschieben, schrieb er danach die düstere und schwere Zweite Sinfonie – ein Kontrastprogramm.

Die „Klassische“ blieb dennoch sein Markenzeichen. Sie öffnete ihm die Türen im Westen, wurde zu einem Lieblingsstück vieler Dirigenten und hat sich bis heute ihren festen Platz im Konzertsaal bewahrt – vielleicht, weil sie uns daran erinnert, dass auch in Zeiten der Umbrüche Leichtigkeit, Witz und Eleganz nicht nur erlaubt, sondern manchmal genau das Richtige sind.

Sergej Prokofjew: Peter und der Wolf

Ein musikalisches Märchen für Kinder Erwachsene, in der Textfassung von Lutz Schumacher

Mit Peter und der Wolf schuf Sergej Prokofjew 1936 ein charmantes Musikmärchen, das Generationen von Kindern den Weg ins Orchester geebnet hat. Jede Figur wird durch ein eigenes Instrument verkörpert: Die Klarinette schlängelt sich als Katze durchs Geschehen, das Horn bläst den Wolf herbei – und Peter, mutig und klug, wird von den Streichern begleitet.

Was als sowjetischer Bildungsauftrag begann, wurde zu einem der beliebtesten Werke der Musikgeschichte: humorvoll, spannend und voll musikalischer Phantasie.

Lutz Schumacher hat dem weltberühmten Werk eine neue Textfassung für Erwachsene gegeben – ohne auch nur eine Note des Prokofjewschen Originals zu verändern. Knapp 90 Jahre nach der Uraufführung lässt ein verträumter Rentner seine Gedanken schweifen und versetzt den tristen Innenhof einer Vorstadtsiedlung mitsamt seinen Bewohnern in ein verrücktes, zauberhaftes Abenteuer. Lassen Sie sich überraschen!

Wolfgang Amadeus Mozart:
Sinfonie Nr. 35 D-Dur, KV 385 „Haffner“

Salzburger Ehrenmusik mit Wiener Glanz

Im Sommer 1782 flatterte für Mozart ein Auftrag aus Salzburg ins Haus: Die Familie Haffner – alte Freunde der Mozarts – wollte eine festliche Musik für die Erhebung von Sigmund Haffner in den Adelsstand. Der Haken: Mozart lebte inzwischen in Wien, war gerade dabei, sich selbstständig zu machen, eine Wohnung zu suchen, mit der „Entführung aus dem Serail“ eine seiner wichtigsten Opern zu schreiben und – ganz nebenbei – zu heiraten. Trotzdem lieferte er am Ende pünktlich.

Die Musik, ursprünglich als Serenade gedacht, war so gut, dass Mozart sie später für ein Wiener Konzert überarbeitete – zur Sinfonie veredelt. Das Werk glänzt und funkelt von der ersten Note an. Schon das eröffnende Allegro strotzt vor Energie – als wolle Mozart demonstrieren, dass festliche Musik auch elektrisieren kann. Im Andante geht er in die Tiefe: Hier zeigt sich die empfindsame Seite des Komponisten, mit zarten melodischen Wendungen und subtiler Instrumentierung. Das Menuett tänzelt zwar höfisch daher, aber immer mit einem kleinen Haken im Takt. Und das Finale? Ein Mozart’scher Wirbelwind – sprühend, virtuos, übermütig – ein Paradestück für jedes Sinfonieorchester.

Die Haffner-Sinfonie ist eins der schönsten Beispiele für Mozarts unfassbares Genie: Musik, die leichtfüßig klingt, aber meisterhaft gearbeitet ist. Und obwohl sie einem Adligen gewidmet war, klingt sie bis heute – zum Glück – alles andere als aristokratisch steif.

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Programmheft April 2025 https://stadtlandklassik.de/programmheft-april/ Mon, 06 Oct 2025 10:59:20 +0000 https://stadtlandklassik.de/?p=2093

Programmheft April 2025

Programmtext

Die leidenschaftlichen Musiker der Neuen Philharmonie MV freuen sich, ihre Frühjahrskonzerte der Reihe „Stadt.Land.Klassik!“ anzukündigen und das Publikum im April mit zwei der beliebtesten Werke für Klavier und Orchester zu verzaubern. Auf dem Programm stehen Mozarts Konzert Nr. 21 in C-Dur sowie Rachmaninows 2. Konzert in c-Moll – beides Kompositionen, die weltweit unzählige Liebhaber gefunden haben. Die Gäste in Pasewalk dürfen sich auf ein leicht abgeändertes Programm und Chopins 1. Klavierkonzert freuen. 

Vorwort

Liebes Publikum,

herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe „Stadt.Land.Klassik!“ in diesem Jahr. Wir freuen uns sehr auf das Wiedersehen mit Ihnen in Friedland, Waren (Müritz) und Pasewalk. Zum ersten Mal werden wir im Rahmen dieser Tour auch in Parchim zu Gast sein – eine ganz besondere Premiere für uns.

Wir versprechen Ihnen nicht zu viel, wenn wir von einem „Fest der Tasten“ sprechen, welches wir für Sie vorbereitet haben. Auf dem Programm stehen Mozarts Konzert Nr. 21 in C-Dur sowie Rachmaninows 2. Konzert in c-Moll. In Pasewalk wird es eine grenzübergreifende Zusammenarbeit mit dem Stettiner Baltic Neopolis Orchestra geben, auf die wir uns sehr freuen. Statt Rachmaninow wird dort Chopins 1. Klavierkonzert erklingen.

Mein Dank gilt wie immer unseren Förderern und Unterstützern, von denen ich an dieser Stelle das Land Mecklenburg-Vorpommern, den Landkreis Ludwigslust-Parchim und den Pomerania-Fonds erwähnen möchte. Außerdem danke ich Ihnen, liebes Publikum, und wünsche Ihnen einen unvergesslichen Konzertabend.    

Ihr

Andreas Schulz

Künstlerischer Leiter der Neuen Philharmonie MV

Programm

für Friedland, Waren (Müritz) und Parchim:

Richard Wagner

Vorspiel aus „Die Meistersinger von Nürnberg“

Wolfgang Amadeus Mozart

Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur KV 467

  1. Allegro maestoso
  2. Andante
  3. Allegro vivace

-Pause-

Sergej Rachmaninow

Klavierkonzert Nr. 2 op. 18 c-Moll

  1. Moderato
  2. Adagio sostenuto
  3. Allegro scherzando

Orchester: Neue Philharmonie MV

Dirigenten: Andreas Schulz, Stefan Malzew

Solisten: Andreas Schulz, Stefan Malzew

Programm

für Pasewalk:

Wolfgang Amadeus Mozart

Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur KV 467

  1. Allegro maestoso
  2. Andante
  3. Allegro vivace

-Pause-

Frédéric Chopin

1.Klavierkonzert op. 11 e-Moll

  1. Allegro maestoso
  2. Romance – Larghetto
  3. Rondo – Vivace

Orchester: Neue Philharmonie MV & Baltic Neopolis Orchestra (Stettin) 

Dirigenten: Andreas Schulz

Solisten: Andreas Schulz, Stefan Malzew

Stefan Malzew

Stefan Malzew ist Dirigent, Komponist, Arrangeur, Musiker und Moderator. Er wurde in Berlin als Sohn zweier Musiker geboren und studierte dort an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Nach Stationen als Kapellmeister beim Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin und als Chefdirigent am Stadttheater Gießen war er von 2001 bis 2015 Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Neubrandenburger Philharmonie. Er dirigierte viele Orchester im In- und Ausland.

  

Kreativität und künstlerische Vielseitigkeit zeichnen Stefan Malzew aus. In und um Neubrandenburg ist er als Initiator von 50 spektakulären Neubrandenburger Konzertnächten in Erinnerung geblieben, die in entspannt kommunikativer Form klassische Musik unterschiedlichster Zeiten und Genres ins Zentrum des Dialogs zwischen Ausführenden und Publikum stellten. Neben seiner Tätigkeit als Dirigent hat er eine Reihe von eigenen Kompositionen zur Aufführung gebracht, darunter Kammermusik, Opern, ein Klarinettenkonzert, Konzerte für Jazzquartett und Orchester und viele weitere. Er selbst spielt Klavier, Klarinette, Saxophon, Akkordeon und Vibraphon, wurde bereits für den Grimme Online Award nominiert und gewann mit seinem Internetprojet „Stefans Musikshop“ den „junge-ohren-preis“. Die CD mit seinen Chanson-Bearbeitungen für Ute Lemper und das Voglerquartett war 2012 für einen Grammy nominiert. Seit 2022 leitet Stefan Malzew den Eventbereich der SV Gruppe, zu der auch die Nordkurier Mediengruppe gehört.

Dominik Franczuk

Der Pianist, Kammermusiker & Pädagoge Dominik Franczuk ist Absolvent der Feliks-Nowowiejski-Musikakademie in Bydgoszcz (Polen) in der Klavierklasse von Prof. Dr. Maria Murawska und Dr. Paweł Wakarecy.

Er ist Dozent an der Kunstakademie in Stettin und Preisträger sowohl internationaler als auch nationaler Wettbewerbe, darunter der Maria-Labia-Klavierpreis (2024), und der 3. Preis bei der Danubia International Music Competition (Budapest, Ungarn). Zudem ist er Preisträger von weiteren Wettbewerben in Mailand, Stockholm und Stettin. Er nahm aktiv an zahlreichen Klaviermeisterkursen teil, die unter anderem von T. Ungar, A. Malikova, P. Giusiano und A. Jasiński geleitet wurden.

Maximilian Szadziul

Maximilian Szadziul, geboren 1992 in Berlin, begann seine musikalische Laufbahn im Alter von sechs Jahren mit Klavierunterricht bei Frau Ewa Kampes. Später setzte er seine Studien bei Herrn Emin Mamedov fort. Bereits mit 16 Jahren wurde sein Talent durch ein Stipendium der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin gefördert.

Seine akademische Ausbildung führte ihn an die Hochschule für Musik in Leipzig, wo er seinen Bachelor unter der Leitung von Professor Markus Tomas absolvierte. Den Masterabschluss erlangte er mit Auszeichnung an der Musikhochschule in Stettin bei Professor Bogusław Rottermund. Zusätzlich vertiefte er sein Können in Meisterkursen bei renommierten Pianisten wie Professor Piotr Paleczny, Janusz Olejniczak, Galina Iwanzowa und Georg Sava.

Als Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe – darunter der 1. Preis beim 11. Internationalen Klavierwettbewerb in Görlitz/Zgorzelec, der Carl-Schröder-Musikwettbewerb sowie „Jugend musiziert“ – hat er sein außergewöhnliches Talent eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Maximilian Szadziul verfügt über umfangreiche Konzerterfahrung und trat bereits in renommierten Konzertsälen in Deutschland, Frankreich, Polen und Russland auf. Zu den Höhepunkten seiner bisherigen Karriere zählen Auftritte im Konzerthaus Berlin, im Roten Rathaus, im Konzertsaal der UdK, im Admiralspalast sowie im Großen Sendesaal des RBB.

Richard Wagner

Richard Wagners (1813-83) Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“, uraufgeführt 1868 in München, ist das einzige seiner raumgreifenden Bühnenwerke, das eine gewisse Leichtigkeit an den Tag legt und sowohl von der Geschichte als auch der Musik bisweilen sogar eine gewisse Komik enthält.

Und doch geht es auch hier um Fragen der Philosophie und Weltgeschichte. Die Hauptfigur ist Hans Sachs, ein Schuhmachermeister aus Nürnberg. Am Beginn des dritten Aktes reflektiert er in einem Monolog über den Gang der Welt und konstatiert: „Wahn, Wahn, überall Wahn“. Ein Gedanke, der durchaus zeitgemäß wirkt, wenn wir das Weltgeschehen unserer Tage mit etwas Abstand betrachten. Und etwas später im Stück, an der Schnittstelle der Geschichte, an der sich zeigen wird, ob sie ein positives Ende finden wird, ist es ein Statement von Sachs, das die Richtung vorgibt: „Verachtet mir die Meister nicht, und ehrt mir ihre Kunst.“ Unsere Welt könnte wohl ein Stückweit weniger dem Wahn verfallen, wenn der Respekt gegenüber der Meisterschaft dazu führte, dass wichtige Entscheidungen jenen überlassen würden, die wissen, was zu tun ist, um den positiven Gang der Dinge zu befördern. Und wenn dabei dann noch die Leichtigkeit nicht verloren geht, ist es eine gute Zeit

Wolfgang Amadeus Mozart

Auf eine indirekte Weise erzählt ein Klavierkonzert wie unser heutiges von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-91) etwas über den Umgang mit Entscheidungen. Das betrifft natürlich die Entscheidung des Komponisten über den Verlauf der Töne, deren Zuordnung zu den Instrumenten usw.

In diesem speziellen Fall geht das aber noch weiter, und zwar in eine Richtung, die mit der Musik selbst erst einmal gar nichts zu tun hat.

Es ist zumindest überliefert, dass Mozart vor der Uraufführung seiner Klavierkonzerte zwar die Noten für die Instrumente des Orchesters niedergeschrieben haben soll, nicht aber die des Soloparts. Seine Genialität erlaubte es ihm, bestimmte Entscheidungen über dessen Verlauf erst im Konzert zu treffen und dem Publikum eine Version davon aus dem Stegreif zu liefern. Die Entscheidung für die große Form war angelegt und durch den Orchesterpart vorgegeben. Manche Details und Finessen sprudelten dann aber zu einem gewissen Teil erst in einem kreativen Rausch während der Aufführung aus ihm hervor. Es war eine Art zu musizieren, die viel mehr Spontaneität erlaubte, als es heutzutage auf den Bühnen der klassischen Musik üblich ist. Nicht nur, wenn wir Mozarts Werke aufführen. Wir werden uns in unserer Interpretation ein klein wenig von dieser Lust am freien Entscheiden inspirieren lassen.

Dass wir Ihnen dieses Werk vortragen, ohne dass ein Dirigent im Spiel ist, entspricht den Gepflogenheiten der Zeit, in der der Beruf des Dirigenten, wie wir ihn heute verstehen, noch garnicht existierte. Mit etwas Fantasie dürfen Sie sich dem Gefühl hingeben, dass es damals so gewesen sein könnte, wie Sie es in unserem Konzert gerade erleben.

Mozart erreichte mit dem vorläufigen Verzicht, die Töne des Solos aufzuschreiben, aber noch etwas anderes: Er sorgte auf diese Art dafür, dass niemand außer ihm selbst diese Stücke spielen konnte und sicherte sich so eine zeitweilige Exklusivität in einer Zeit, wo Urheberrechtsfragen noch in keiner Weise geklärt waren.

Der zweite Teil eines Sinfoniekonzertes gehört erfahrungsgemäß dem Orchester und damit oft einer Sinfonie. Das Klavierkonzert, dem wir diesen Platz einräumen in unserem Programm, kommt mit seiner sinfonischen Kraft und seinem Zusammenspiel zwischen Klavier und Orchester der Wirkung einer Sinfonie nicht nur nahe, sondern entfaltet diese Kraft auf ganz besondere Weise.

Was Gustav Mahler, einer der Giganten der Sinfonik, einst über die späten Sinfonien von Haydn sagte, erfüllt sich hier in ganzer Größe: „Seit Haydn ist eine Sinfonie keine bloße Spielerei mehr, sondern eine Angelegenheit auf Leben und Tod!“

Chefdirigent Andreas Schulz gibt bei der Neuen Philharmonie MV den Takt an. Foto: Thomas Türülümow

Sergej Rachmaninow

Sergej Rachmaninow (1873-1943) hatte bereits während seines Studiums in Moskau einen sehr erfolgreichen Start als Komponist und Pianist, geriet aber noch in seinen Zwanzigern in eine persönliche- und Schaffenskrise, welche in eine veritable Depression mündete. Dass er in dieser Lage ärztliche Hilfe suchte und fand, war am Ende des 19. Jahrhunderts durchaus keine Alltäglichkeit. Mit Hilfe von Hypnosen des Psychiaters Nikolai Dahl fand er heraus aus seinem Tief und lässt uns diesen Moment miterleben in seiner Komposition.

Der Bogen, den der Ausdruck vom Beginn des Werkes, mit seinen tiefen, glockenartigen Klaviertönen und der darauffolgenden aufwühlenden Emotionalität des Orchesters, über die traumhafte Melodik des zweiten Satzes bis hin zum Farbenreichtum im grandiosen und lebensbejahenden Finale des dritten Satzes spannt, ist ein Hörerlebnis, dessen Wirkung zu den packendsten gehört, die man als Musiker gestalten und als Publikum erleben darf.

Die Musik Rachmaninows ist in ihrer Unmittelbarkeit eine wichtige Quelle für die Klangsprache vieler Meisterwerke auch der Filmmusik. Und die besagte Melodie aus dem langsamen Satz fand mit ihrer klaren, unmittelbaren Schönheit ihren Weg sogar in die Popmusik. Die Ballade „All by myself“ von Eric Carmen wurde im Jahr 1975 zu einem Hit, der seither immer wieder gecovert wurde, neben vielen anderen von Shirley Bassey, der Interpretin des James-Bond-Titelsongs zu „Goldfinger“, der Punkband „Babes in Toyland“, die alles daran setzt, der emotionalen Wärme der Musik etwas entgegenzusetzen und nicht zuletzt Céline Dion, die damit lange Zeit in den Charts vertreten war.

Der Anfang des Klavierkonzertes steht in c-moll, der dunkleren Variante von C-Dur. Das Ende dieser pianistischen Sinfonie mündet dann aber ein eine der kraftvollsten Manifestationen des dieser Tonart eigenen Ausdrucks. Mit diesem Verlauf steht das Werk direkt neben zwei der stärksten Sinfonien zweier anderer Meister, die beide aus der inneren und sehr persönlichen Geschichte ihrer Musik keinen Zweifel gelassen haben: der ersten Sinfonie von Johannes Brahms und Beethovens Fünfter.

„Durch Nacht zum Licht“ heißt es in Beethovens Konzept zu seiner berühmten fünften Sinfonie. Und Johannes Brahms hat keinen Hehl daraus gemacht, dass seine Sinfonie direkten Bezug nimmt zu Beethoven. Erleben wir nun den musikalischen Bogen, den das zweite Klavierkonzert von Rachmaninow spannt zwischen tiefer Depressivität und strahlender Lebensfreude. Bei der Uraufführung spielte Rachmaninow den Solopart selbst – und erzählte seinem Publikum seine Geschichte. Es war ein grandioser Erfolg.

Frédéric Chopin

Frédéric Chopin (1810-1849) saß im Alter von 20 Jahren selbst an den Tasten, als sein 1. Klavierkonzert in e-Moll 1830 in Warschau uraufgeführt wurde. Zur Komposition inspiriert hatte ihn seine erste Liebe, Konstancja Gladkowska. Seine beiden Klavierkonzerte op. 11 und op. 21 bilden den krönenden Abschluss von Chopins polnischer Schaffenszeit. Er startete fortan eine glänzende Karriere in Europa und verließ seine Heimat zunächst gen Wien, um dann Mitte 1831 nach Paris überzusiedeln, wo er weltweite Berühmtheit erlangte.

Vorbild für seines brillanten Virtuosenkonzerts in e-Moll war u. a. das Klavierwerk Johann Nepomuk Hummels. Auch wenn das Konzert zunächst mit einer ausführlichen Orchestereinleitung startet, dominiert stets das Klavier mit kapriziösen und anspruchsvollen Läufen und Figuren, während das Orchester oftmals nur begleitendes Beiwerk ist und einleitet, überleitet und Schlusspassagen spielt. Im Gegensatz zu Konzerten der Wiener Klassik sieht Chopin keinen Dialog und kein Verweben von Orchester und Soloinstrument vor, sie wechseln sich meist nur ab, wobei er sein Publikum mit kantablen Melodiebögen und perlenden Läufen umgarnt, welche er sich dem italienischen Belcanto abgeschaut hatte. Der Solist, seine Ausdrucksmöglichkeiten und technischen Fähigkeiten stehen bei Chopin dabei im Vordergrund.    

Und so ist Frédéric Chopins Klavierkonzert Nr. 1 in e-Moll, Op. 11 ein Meisterwerk, das bis heute als leuchtendes Beispiel für die perfekte Mischung aus emotionaler Kraft und musikalischer Komplexität gilt. Ganz gleich, ob Sie ein erfahrener Zuhörer oder Neuling in der klassischen Musik sind, der Charme dieses Stücks wird Sie mit Sicherheit in seinen Bann ziehen.

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